Du

Du

Wenn ich meine Augen öffne sehe ich dich,
und wenn ich sie schließe denke ich vermisst du mich?

Wir gehen jeder für uns selbst unsere Wege,
bis vor kurzem warst du wofür ich lebe.

Doch wir konnten uns nicht wie wir sind akzeptieren,
jeder begann sich selbst so langsam zu verlieren.

Ich kam nicht mit deinen Freiheiten die du wolltest klar,
denn du nahmst mir die Person die ich einmal war.

Ich wehrte mich nicht dagegen,
denn ich wollte nicht mehr alleine leben.

Wir hatten zu unterschiedliche Werte und bis sich das klärte war es zu spät,
wir waren gefangen voneinander und keiner wollte sich mehr lösen,
zu nah waren unsere Herzen gekommen und zu tief warst du in meine Seele vorgedrungen,
doch jetzt ist es alles vorbei und ich steh wieder allein auf meinem Weg,
ich warte auf jemanden der mir wieder auf die Beine hilft und dem ich meine Liebe geben kann, dem ich vertrauen kann und der mir wieder zeigt, dass es ein Leben ohne dich gibt…

Doch du fehlst mir in meinem Herzen,
und ich warte in meinem Bett doch nur auf dich…
Du bist die Sehnsucht in mir, doch ich weiß, dass die Sehnsucht vergebens ist.
Niemals mehr werde ich dich küssen und dich neben mir spüren,
ich weiß genau, dass das nicht gut gehen kann.
Wir verletzen uns nur noch mehr, dein Anblick schneidet mein Herz entzwei.

Ohne dich wird es mir besser gehen
und ich werde wieder in meinem Leben stehen!
Ohne dich kann ich wieder um die Häuser ziehen,
doch ist diese Zeit des Vergessens nur geliehen,
denn ich denke dabei an dich… und stell mir die Frage wo bist du?

Die Antwort auf diese Frage ist wie ein Schlag ins Gesicht,
du hast dich entschieden für dein neues Leben,
ich bin nur ein Hindernis dabei gewesen.
Eins weiß ich jedoch nachdem du mich verlassen hast,
das zwischen uns beiden hat einfach nicht gepasst.

Trotzdem schreit mein Herz wo bist du?
Warum kommst du nicht und erlöst mich von meinen Leiden?
Jede Faser sehnt sich zurück zu dir!
Jeder Schlag meines Herzens will nur dich,
jeder Atemzug sagt deinen Namen!
Und doch weiß ich genau, dass es vorbei ist und ich werde versuchen nachts nicht mehr in mein Kissen zu weinen.

28.1.08 17:48, kommentieren

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Sehnsucht - doch nach was?

Tiefe Sehnsucht in meiner Seele bringt mich dazu an dich zu denken, mir die Zeit mit dir in Erinnerung zu rufen, Erinnerungen kommen hoch an eine Zeit in der ich glücklich war. Das will mir zumindest meine Erinnerung sagen. Wie glücklich war ich, dass ich nicht alleine einschlafen musste. Wie glücklich war ich, dass jemand da war. Warst du der Grund? Ich lasse mich treiben in meinen Gedanken, denke daran wie oft ich dich geküsst habe, wie oft ich mich nach dir gesehnt habe. Wie oft habe ich alles zurückgelassen um bei dir sein zu können? Wie oft hätte mich niemand aufhalten können um die Entfernung zwischen uns zu verringern? Meine Sehnsucht trieb mich immer zu dir, ließ mich alles andere vergessen. Deine Nähe und dich zu spüren war alles, was ich mir wünschte. Langsam kommen mir auch andere Erinnerungen. Wie oft wartete ich auf dich, auf einen Anruf von dir? Wie oft kam ich nicht mit deinen Wünschen zurecht? Wie oft stritten wir uns um es noch einmal zu versuchen? So lange, bis ich irgendwann keine Kraft mehr hatte weiterzukämpfen, so lange bis ich mich selbst fast aufgab. Du hast mich nicht gezwungen, sondern mein Herz hat mich dazu gezwungen. In diesem Moment hätte ich dich gebraucht, ein Zeichen von dir um neue Kraft zu tanken. Doch du konntest mir kein Zeichen geben. Mit dem Rest meiner Kraft startete ich noch einen allerletzten Versuch deinem Herz zu zeigen, wieviel du mir bedeutest, dir zu zeigen wie wichtig du für mich bist! Dass ich trotzallem bereit bin den Weg weiterzugehen. Aber ich blieb alleine zurück auf diesem Weg, ohne dich, ohne ein Zeichen von dir. Ohne Kraft, meine letzten Reserven waren verbraucht. Langsam schaffe ich es wieder einen Fuß vor den anderen zu setzen. Meine Beine sind wackelig, meine Schritte klein und an der Länge des Weges ändern sie nicht viel. Der Weg ist immer noch lange und er führt noch über viele Höhen und Tiefen. Doch es ist ein Anfang weiterzugehen. Ich denke oft an dich und muss mich zwingen weiterzugehen. Die Versuchung einfach stehen zu bleiben, sich zu setzen und so neuen Schmerzen, neuen Enttäuschungen, neuen Wegzweigungen zu entgehen ist groß. Ich muss aber weitergehen, ich kann nicht an dieser Stelle bleiben. Wenn ich nicht weitergehe, werde ich beim nächsten Regen im Boden verschwinden, werde komplett aufgeben. Diese letzte Alternative kommt nicht in Frage, niemals werde ich mich unterkriegen lassen! Von nichts und niemandem! Mit jedem Schritt und einer Veränderung der Umgebung sehe ich wieder mehr Licht und weiß, dass ich die richtige Richtung eingeschlagen habe. Die Sehnsucht in mir ist noch da, doch du bist nicht mehr das Ziel dieser Sehnsucht. Du hast mich zwar auf den Boden geworfen, doch ich bin wieder aufgestanden! Das Ziel meiner Sehnsucht kenne ich nicht, doch ich weiß, nach was ich mich sehne! Ich sehne mich nach Sicherheit. Der Sicherheit, dass ich angekommen bin. Dass ich nicht alleine den Weg weitergehe, sondern begleitet werde. Ich sehne mich danach wieder vertrauen zu können und das mir vertraut wird. Ich sehne mich nach Nähe aber auch nach Raum für mich. Ich sehne mich nach Zärtlichkeit und Geborgenheit. Danach geben zu können und etwas zurückzubekommen. Nach gegenseitigem Respekt und Tolleranz. Nicht warten zu müssen, sondern dabei zu sein. Bis dahin muss ich noch viele Schritte machen, mich noch weiter von dir entfernen. Doch so langsam verschwinden die Wolken und ich sehe der Himmel ist blau!

20.1.08 19:41, kommentieren

Lohnt sich Ehrlichkeit?

Ich versuche immer ehrlich zu sein und wenn ich etwas tue, mir vorzustellen wie das für die Person ist, die es betrifft. Das klappt natürlich nicht immer und man macht Dinge, die man im Nachhinein so lieber nicht getan hätte. Wenn ich feststelle, dass ich einen Fehler gemacht habe, versuche ich diesen auszubügeln oder die Sache klarzustellen. Wenn ich mein Wort gegeben habe, dann halte ich mich daran und ich stehe zu dem, was ich gesagt oder getan habe. Menschen machen Fehler und genau deshalb sind wir Menschen. Was ich aber absolut nicht nachvollziehen kann ist, wenn man sich selbst immer nur das Wichtigste ist. Moralapostel ist bestimmt nicht das, was ich sein will! Aber es muss doch möglich sein, dass wir es schaffen ehrlich und offen miteinander umzugehen und nicht noch nachtreten, wenn jemand schon auf dem Boden liegt. Auch wenn es uns selbst schlecht geht und wir nicht wissen, wie es weitergehen soll, können wir doch immer noch jemandem, dem es genauso schlecht geht helfen und uns gegenseitig beim Aufstehen stützen? Was hat man davon, wenn man dem Anderen noch die Beine beim Aufstehversuch wegzieht? Genugtuung? Rache? Schadenfreude? Ich weiß es nicht... Ich kann Rachegefühle verstehen und manchmal sind Rachegefühle vorallem tröstende Gefühle. Doch man sollte mal über die Konsequenzen nachdenken! Wenn man tief verletzt wurde, dann betäubt die Rache vielleicht für eine Zeit die Schmerzen, doch sie ändert nichts mehr an den Tatsachen, die passiert sind. Übt man jetzt selbst Rache aus, ist man keinen Deut besser, als der der uns verletzt hat und wir schaffen eine Person, die sich rächen will... Und wenn wir Pech haben, trifft uns diese Rache dann in einem Moment, den wir nicht erwarten und in dem wir sehr verletzlich sind. Dann könnten wir noch mehr verletzt werden, als wir es vorher waren. Mit jeder schlechten Erfahrung bekommen wir Narben und diese Narben erinnern uns an Dinge, die wir lieber nicht erlebt hätten. Aber diese Narben können uns auch sagen, was wir besser machen können und was wir anderen nicht antun sollten! Sich zu überwinden und neues Vertrauen zu fassen, wird mit jeder Narbe schwieriger, weil wir uns nicht mehr so vertrauensvoll fallen lassen können und Angst haben, wieder verletzt zu werden. Aber es bleibt uns wohl nichts anderes übrig, als es solange zu versuchen, bis wir unser Glück gefunden haben! Die Versuchung am Boden liegen zu bleiben, sich zu vergraben ist groß, genauso wie alles zu verdrängen und über die Strenge zu schlagen. Mal wieder richtig loslassen, feiern und alles vergessen! Beides braucht seinen Platz und seine Zeit! Beides sollte man tun um die Narben zu vergessen und um wieder klar zu kommen! Doch dies auf Kosten anderer zu tun, wird irgendwann als Bumerang zurückschlagen! Auch wenn Ehrlichkeit manchmal schmerzhaft ist und nicht nur Vorteile bringt, ohne sie würden wir uns nicht mehr in die Augen schauen können! Auch wenn wir manchmal denken, unehrliche Menschen erreichen mehr, denen geht es besser, dann muss man sich fragen ob man das so erreichen will? Oder doch lieber ehrlich erarbeitet? Auch wenn es weh tut, ich versuche so gut es geht ehrlich zu bleiben...

13.12.07 22:24, kommentieren

Nach der Entscheidung ist vor der Entscheidung

Die Entscheidung ist zum Teil getroffen und nun muss man mit dem Ergebniss versuchen klar zu kommen, was mindestens ebenso schwierig ist, wie zu einer Entscheidung zu kommen. Soll man alles verdrängen? Sich einschließen und auf bessere Zeiten hoffen? Sich ins Leben stürzen? Oder doch auf die Rücknahme der Entscheidung hoffen? Zuersteinmal ist man zu sehr betäubt um einen klaren Gedanken zu fassen. Der Schmerz lässt erstmal keine anderen Gedanken und Gefühle zu, was auch sehr tröstlich sein kann. Doch wenn der Schmerz nachlässt steht man auf einmal vor einem riesigen Loch und hat keine Ahnung, wie man sich jetzt verhalten soll. Manchmal schafft man es die ganzen "schlechten" Gedanken zu vergessen und dann geht es einem gut. Jederzeit kann es allerdings wieder in die Sinne kommen und man wird wie von einem Faustschlag ins Gesicht getroffen, steht wieder am Anfang. Das schlimmste ist die Zeit, in der man alleine ist und Niemanden hat, der einen ablenken kann oder der einen aufmuntert. Man droht in einem Strudel aus Schmerz, Sehnsucht und Kummer unterzugehen. Die Gedanken an das Vergangene, an das was passiert ist, an das was noch kommen kann, ergreifen Besitz von uns. Man wird sie nicht mehr so leicht los, sie lassen sich nicht abschütteln. Sie hängen wie eine Klette an uns. Saugen wie ein Blutegel unsere Energie. Sind Schmarotzer unserer Seele. Ein positives hat die Situation: Wenn man am Boden liegt, geht es solange der Boden nicht nachgibt, nicht mehr weiter nach unten. Es ist verdammt schwer nicht liegen zu bleiben, versuchen aufzustehen und weiterzugehen. Man braucht erstmal eine Weile um wieder genug Kraft zu haben, dass man sich wieder auf die Beine stellt und einen Schritt nach Vorne macht. Wie nach einer schweren Verletzung gibt es Rückschläge und es braucht lange Zeit um wieder die Kraft vor dem Ganzen zu besitzen. Die ersten Schritte sind wacklig und unbeholfen. Doch es wird besser, solange der Boden nicht nachgibt, es keine neuen Verletzungen und zu große Rückschläge gibt. Ob mein Boden fest genug ist, ob er meine Schritte trägt weiß ich noch nicht. Ich muss erstmal anfangen können aufzustehen...

5.12.07 21:37, kommentieren

Was ist richtig und was falsch?

Wie trifft man eine Entscheidung?

Aus betriebswirtschaftlicher Hinsicht gibt es viele Entscheidungssysteme, in denen man Werte für bestimmte Ereignisse verteilt und schließlich Wahrscheinlichkeiten für diese Ereingisse bestimmt, um schließlich zu einem Ergebniss zu kommen. Oder man versucht es mit einer Balanced Score Card und schließt bestimmte Dinge aus. Man kann sich externe Berater für den gewünschten Fachbereich holen und sich neues Know-how aneignen. Man könnte Schulungen besuchen, oder auch einfach eine Münze werfen. Doch all diese Möglichkeiten beinhalten zwar einen subjektiven Kern, doch letztendlich wird ohne Gefühl entschieden. Denn sobald Gefühle eine Entscheidung beinflussen (--> Texte) wird es schwierig sich zu entscheiden. Gefühle sorgen dafür, dass nicht mehr nur der Kopf ein Wörtchen mitredet, sondern auch unser Herz, unsere Seele. Und ab diesem Zeitpunkt wird es wirklich schwierig, zu einem Ergebniss zu kommen. Der Verstand versucht sachliche Argumente anzubieten, die das Herz doch gleich wieder verwirft. Steht man in einer Beziehung vor einer Entscheidung hat man genau dieses Problem: Sachliche Argumente gegen das eigene Herz! Existieren Gefühle für eine andere Person, kann zumindest ich nicht mehr nur rein sachlich entscheiden. Emotionen haben verbunden, Emotionen haben dafür gesorgt, dass unser Herz schneller schlägt, dass uns der Atem fehlt, dass wir konfuse Dinge reden, dass wir durcheinander sind, dass es im Bauch kribbelt, dass man auf Wolke 7 schwebt. Man fühlt sich mit der anderen Person verbunden, hat auf eigene Interessen verzichtet, ist Kompromisse eingegangen und hat vielleicht Dinge getan, die man sonst nicht tun würde. Verantwortlich dafür ist unser Herz, unsere Seele. Das macht den Unterschied zu Robotern und Maschinen aus. Um es mit Herbert Grönemeyer zu sagen "Der Mensch heißt Mensch, weil er vergisst, weil er verdrängt,..., weil er wärmt wenn er erzählt, weil er lacht, weil er lebt...". Gut, dass hilft einem jetzt erstmal nicht bei der Entscheidungsfindung weiter denkt man. Aber es könnte doch helfen. Jeder macht Fehler und jeder verhält sich manchmal nicht so, wie er es eigentlich möchte und verletzt andere und wenn man Pech hat,k genau die Person, die einem eigentlich am meisten bedeutet. Jetzt muss man wissen, ob man es vergessen kann und weitermachen kann. Kommt man dann zu dem Entschluss, dass man es nicht vergessen kann und das Herz sich nur noch nach vergangenen positiven Erlebnissen sehnt, der Kopf aber die negativen Erlebnisse abspielt, sollte man sich die gemeinsamen Erlebnisse nochmal vor Augen führen und dann sehen, was überwiegt: Kopf oder Herz? Und kann man die Fehler nicht doch vergessen?

27.11.07 17:32, kommentieren

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