Sehnsucht - doch nach was?

Tiefe Sehnsucht in meiner Seele bringt mich dazu an dich zu denken, mir die Zeit mit dir in Erinnerung zu rufen, Erinnerungen kommen hoch an eine Zeit in der ich glücklich war. Das will mir zumindest meine Erinnerung sagen. Wie glücklich war ich, dass ich nicht alleine einschlafen musste. Wie glücklich war ich, dass jemand da war. Warst du der Grund? Ich lasse mich treiben in meinen Gedanken, denke daran wie oft ich dich geküsst habe, wie oft ich mich nach dir gesehnt habe. Wie oft habe ich alles zurückgelassen um bei dir sein zu können? Wie oft hätte mich niemand aufhalten können um die Entfernung zwischen uns zu verringern? Meine Sehnsucht trieb mich immer zu dir, ließ mich alles andere vergessen. Deine Nähe und dich zu spüren war alles, was ich mir wünschte. Langsam kommen mir auch andere Erinnerungen. Wie oft wartete ich auf dich, auf einen Anruf von dir? Wie oft kam ich nicht mit deinen Wünschen zurecht? Wie oft stritten wir uns um es noch einmal zu versuchen? So lange, bis ich irgendwann keine Kraft mehr hatte weiterzukämpfen, so lange bis ich mich selbst fast aufgab. Du hast mich nicht gezwungen, sondern mein Herz hat mich dazu gezwungen. In diesem Moment hätte ich dich gebraucht, ein Zeichen von dir um neue Kraft zu tanken. Doch du konntest mir kein Zeichen geben. Mit dem Rest meiner Kraft startete ich noch einen allerletzten Versuch deinem Herz zu zeigen, wieviel du mir bedeutest, dir zu zeigen wie wichtig du für mich bist! Dass ich trotzallem bereit bin den Weg weiterzugehen. Aber ich blieb alleine zurück auf diesem Weg, ohne dich, ohne ein Zeichen von dir. Ohne Kraft, meine letzten Reserven waren verbraucht. Langsam schaffe ich es wieder einen Fuß vor den anderen zu setzen. Meine Beine sind wackelig, meine Schritte klein und an der Länge des Weges ändern sie nicht viel. Der Weg ist immer noch lange und er führt noch über viele Höhen und Tiefen. Doch es ist ein Anfang weiterzugehen. Ich denke oft an dich und muss mich zwingen weiterzugehen. Die Versuchung einfach stehen zu bleiben, sich zu setzen und so neuen Schmerzen, neuen Enttäuschungen, neuen Wegzweigungen zu entgehen ist groß. Ich muss aber weitergehen, ich kann nicht an dieser Stelle bleiben. Wenn ich nicht weitergehe, werde ich beim nächsten Regen im Boden verschwinden, werde komplett aufgeben. Diese letzte Alternative kommt nicht in Frage, niemals werde ich mich unterkriegen lassen! Von nichts und niemandem! Mit jedem Schritt und einer Veränderung der Umgebung sehe ich wieder mehr Licht und weiß, dass ich die richtige Richtung eingeschlagen habe. Die Sehnsucht in mir ist noch da, doch du bist nicht mehr das Ziel dieser Sehnsucht. Du hast mich zwar auf den Boden geworfen, doch ich bin wieder aufgestanden! Das Ziel meiner Sehnsucht kenne ich nicht, doch ich weiß, nach was ich mich sehne! Ich sehne mich nach Sicherheit. Der Sicherheit, dass ich angekommen bin. Dass ich nicht alleine den Weg weitergehe, sondern begleitet werde. Ich sehne mich danach wieder vertrauen zu können und das mir vertraut wird. Ich sehne mich nach Nähe aber auch nach Raum für mich. Ich sehne mich nach Zärtlichkeit und Geborgenheit. Danach geben zu können und etwas zurückzubekommen. Nach gegenseitigem Respekt und Tolleranz. Nicht warten zu müssen, sondern dabei zu sein. Bis dahin muss ich noch viele Schritte machen, mich noch weiter von dir entfernen. Doch so langsam verschwinden die Wolken und ich sehe der Himmel ist blau!

20.1.08 19:41

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