Von Löwen und Lämmern:

ich war gestern abend im kino und habe den film "von löwen und
lämmern" gesehen. ein wirklich guter film, der mit ganz einfachen
mitteln und szenen auskommt. es gibt eigentlich nur drei schauplätze: das
zimmer des senators (tom cruise), in dem ein interview zwischen ihm und einer
journalistin (meryl streep) statt findet. der zweite schauplatz ist das
büro eines uniprofessors (robert redford), der mit einem studeneten ein
gespräch führt. der dritte schauplatz ist eine us base in afghanistan.

bei allen drei schauplätzen lebt der film von dialogen und der kunst der
schauspieler. man kann sich voll und ganz auf die gespräche konzentrieren
und man wird selbst mit den dort gestellten fragen konfrontiert um sie sich dann
selbst zu stellen. der überraschende schluss trägt seinen teil dazu
bei, dass man den film nicht schon beim rausgehen aus dem kopf bekommt, sondern
über die in ihm gestellten fragen über werte und courage nachdenkt.
einzige schwäche war fand ich die laufzeit des films, die unter 90
minuten liegt und dass man vom ende ziemlich überrascht wird, weil man mehr
erwartet. man erwartet entscheidungen, aber die muss man dann wohl für sich
selbst treffen...

fazit: endlich mal ein film, der es schafft ohne spezial effekte, ohne
verfolgungsjagden, ohne übertriebene szenen, ohne jedes hollywood klischee
einen auf den kinositz fesselt und zum nachdenken bringt!




Barfuss:

muss ma en paar gedanken loswerden. hab gestern den film barfuss von til
schweiger gesehen und er hat mich doch sehr zum nachdenken angeregt. in dem film
geht es um einen arbeitslosen (til schweiger) der als putzmann in einer
irrenanstalt zufällig einer traumatisierten patientin das leben rettet. er
verliert gleich an diesem ersten tag seinen job wieder. die patientin verfolgt
ihn als er die anstalt verlässt und weicht nicht mehr von seiner seite. die
patientin wurde 19 jahre von ihrer mutter eingesperrt und hat überhaupt
keinen bezug zu alltäglichen dingen wie busfahren usw. man könnte
meinen, sie wäre nicht intelligent, weil sie einige anscheinend total
banale sachen nicht versteht und verkehrt handelt. aber ich finde, das gegenteil
ist der fall. in ihrer beschränkten sichtweise hält sie sich weder an
konventionen der gesellschaft, noch verhält sie sich verstellt. sie macht
einfach das, was sie für richtig hält und was ihren vorstellungen vom
richtigen handeln entspricht. gesellschaftliche zwänge und
kompliziertheiten existieren für sie nicht. sie will bei ihrem retter
bleiben, egal ob das jetzt der gesellschaftlichen erwartung entspricht. das ist
ihr wunsch. zum schluss erkennt die von til schweiger gespielte person dies und
gibt dem verlangen nach bei ihr zu sein. ich frage mich, warum sind wir nur so
oft darauf bedacht, dass wir uns den erwartungen entsprechend verhalten? klar,
bestimmte dinge muss man tun, sonst hat man keinen job usw. aber sollten wir
nicht manchmal einfach mal das machen, was wir wollen?



Soloalbum:
genau wie barfuss ein deutscher film mit der thematik liebe. er ist jedoch wesentlich seichter was die handlung betrifft, was nicht heißen soll, dass es ein schlechter film wäre. es geht in diesem film um ben (matthias schweighöfer), der von seiner freundin katharina (nora tschirner) verlassen wird. er ist selbst schuld an der situation, hat er doch katharina auf das sträflichste vernachlässigt und verletzt. doch er kommt mit dieser unerwarteten wendung in seinem leben nicht klar und seine versuche mit der situation fertig zu werden lassen ein desaster nach dem anderen folgen. man muss oft schmunzeln und erkennt vielleicht seine eigene geschichte und erfahrungen wieder. im großen und ganzen ein film, der zwar nicht soviel tiefe und gefühl hat wie barfuss, aber auf einer anderen ebene doch sehr unterhaltsam ist und ratschläge mit auf den weg gibt.



Keinohrhasen:

der film ist eine mischung aus soloalbum und barfuss. es geht um einen klatschsüchtigen reporter (til schweiger) der mit seinem fotograf (matthias schweighofer) auf der suche nach bildern und storys bzw. pleiten pech und pannen der high society ist. wegen eines vorfalls wird er zu sozialarbeit in einem kinderhort verurteilt und trifft dort eine alte schulkameradin (nora tschirner) die er früher nur gehänselt und gequält hat. im laufe des films kommen sich die beiden näher, aber beide erleben die eine oder andere pleite und therapieren sich quasi selbst. ludo lernt auf einmal was es heißt, nicht nur mit one night stands zu leben und anna lernt ihre angst vor männern zu verlieren. der film besticht durch seine dialoge, die situationskomik und man erkennt sich in einigen situationen wieder, die man selbst erlebt hat. man lacht fast durchgehend und bekommt auch viele ratschläge mit auf den weg. wer die möglichkeit hat, unbedingt anschauen!!
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